Urlaub auf dem Havelfloß 2021

Die Idee

Bei einer Geburtstagsfeier 2020 kam die Idee zu einer Fahrt mit einem Havelfloß auf. Da ich aus einigen Besuchen die Havelgegend bereits kannte, war die Zustimmung kein Problem.

 

Buchung

Ein Artikel in der ADAC-Motorwelt Im Januar erinnerte uns wieder an die Urlaubsplanung. Ein paar Whatsapp-Nachrichten später war der Urlaub trotz unklarer Coronalage gebucht und kurz vor Abfahrt waren die Hindernisse entfallen.

 

 

 

 

Charterschein

 

Meine Bootserfahrung machte mich zum einstimmig gewählten Bootsführer. Eine kurze Einweisung und eine Probefahrt mit zweimal Anlegen genügte bei einer Zahlung von 45€ für den Führerschein.

Wie sich später herausstellte, blieben aber Wissenslücken, vor allem hinsichtlich der Reaktionszeit des Kahns. 


Oben rechts der Bootsanleger.

Das Kirchlein von Hohennauen vom Bootsanleger aus.

Das Denkmal für Wilhelm I in Rathenow, rechts die Kirche St. Marien und Andreas mit den drei 

Havelkiekern die früher auf Frachtschiffe zum Be-/Entladen warteten und regelmäßig in den Fluß spuckten. 

Hafengebäude, das heute ein Blumenladen ist und Blick auf die Stadtschleuse. 

 

Das Schleusenhäuschen in Rathenow.

Während die großen Havelschleusen zentral gesteuert werden, ist die Sportbootschleuse noch besetzt.

Noch ein Blick auf den mächtigen Turm in Hohennauen und den Floßanleger. 

Nach einem guten Abendessen am ersten Abend beim "Seewirt" wurden wir noch von einem Abendrot belohnt. 

Unterwegs nach Brandenburg.

In Premnitz hat sich seit 1900 viel Industrie u.A. ein Chemiefaserwerk, angesiedelt. Eines der Pumpwerke für Havelwasser hat oben eine Aussichtsplattform. Von der Tankstelle hat mich ein Lieferwagen einer schwäbischen Firma mit sächsischem Fahrer, mit den Benzinkanistern zum Floß gefahren. Am Abend gab es Pizza aus dem Pappkarton.

Die Jahrtausendbrücke (fertiggestellt 2000) in Brandenburg und rechts der Anleger bei REWE in Brandenburg.  

Nochmal die Stadtschleue in Rathenow, unterwegs nach Havelberg, 

unser Liegeplatz in Havelberg, die Schleuseneinfahrt in Garz. 

Blder aus früheren Urlauben:

Das Plauer Schloss, Der Dom in Havelberg und die Fassade der Johanniskirche in Brandenburg

Logbuch

Montag 14.06.2021

 

13:50 abgelegt zur Rundfahrt über den Hohennauener - und Ferchesarer See.

      In Hohennauen wieder angelegt.

 

 

Dienstag 15.06.

 

9:40  abgelegt in Richtung Rathenow

     Schleuse 11:40 Tanken bei km 95 mit Anker

15:08 Schleuse Bahnitz bis

17:00

17:50  Pritzerbe - Marina

 

 

Mittwoch 16.06. 

 

9:40  Pritzerbe abgelegt nach Brandenburg 

     Benzinkanister gefüllt bei Marina Brandenburg um 12:53

     Durchfahrt durch Brandenburg bis Beetzsee / Regattastrecke

     angelegt in Brandenburg- "Besichtigung" Johanniskirche und Slawendorf

 

18:30 bei Rewe abgelegt, zum Breitlingsee, vor Anker gegangen

 

 

Donnerstag 17.06.

 

9:50  Breitlingsee abgelegt, Abstecher in den Wendtsee,

  bei Schleuse zum Elbe-Havel-Kanal gewendet

12:15 bis 14:45   Schleuse Bahnitz

     Premnitz  - tanken und Badepause

21:00 bei km 94 geankert

 

 

Freitag 18:06.

 

9:15  abgelegt bei km 94

10:30 Schleuse Rathenow

13:00 geplante Tankpause, Tankstelle Grütz geschlossen

19:00 Havelberg

 

  

 

 

      Tanken um 6:44

10:00 abgelegt, bei km 148,5 gewendet

12:30 Strodehne angelegt

 

 

Sonntag 20.06.

 

8:30 abgelegt in Strodehne

8:50 nachgetankt

9:05 Schleuse Garz -Frühstück

Samstag 19.06.

 

10:15 abgelegt

11:50 Schleuse Grütz  12:20 Einfahrt -

                  13:00 Ausfahrt

 

13:50 Einfahrt Hohennauener Wasserstraße

14:20 Festgemacht in Hohennauen

 

 

Montag 21.06.

 

10:00 Abrechnung und Abnahme

 

     Letzter gemeinsamer Kaffee im Netto in Rathenow

 

gesamt gefahrene Kilometer: ca. 214, Verbrauch ca. 120 l

Fazit:

Eine herrliche Reise und ein Abenteuer. Es war nicht so leicht, sich mit Lebensmitteln zu versorgen bzw. geöffnete Gasthäuser zu finden. Man mußte sich etwas einfallen lassen, daß man immer genügend Essen, Getränke und Benzin zur Verfügung hatte. 

Das Floß war mit einer großen Solaranlage ausgestattet, die uns während der ganzen Zeit von einem Landanschluss unabhängig machte. Gekocht wurde mit Gas, mit dem man im Zweifelsfalle auch heizen könnte. 

Der Umgang mit dem behäbigen Floß, das nur langsam auf das Steuerrad reagiert, ist gewöhnungsbedürftig. Erst später habe ich den Nutzen von Bug- und Heckstrahlruder schätzen gelernt.

Der Spritvorrat mit 25 l, die ungenaue Tankanzeige und nur eine Bootstankstelle machen genaue Planung der Benzinversorgung nowendig. Eine Sackkarre, um die Kanister an Strassentankstellen zu füllen, wäre sinnvoll, ebenso ein Schüttelschlauch zum Nachtanken. Es ist gut, wenn man weiß, wie die Spritzuleitung entlüftet wird.

Eile ist nicht angebracht, der niedrige Wasserstand zwang zu längeren Wartezeiten an den Schleusen. 

Ich hatte das Glück, seltene, flugunfähige Großtrappen und einen Kranich zu entdecken.